Influencertum boomt. Viele glauben, damit lässt sich einfach Geld verdienen. Doch es ist Content produzieren auf höchstem Niveau mit viel Kontinuität und erfordert hier viel Zeit und Disziplin.

Wiederum gibt es viele Menschen, die machen das nebenbei und das mit einer Leidenschaft und Professionalität. Warum das also nicht für das Unternehmen nutzen?

Mitarbeiter sind die wichtigsten Markenbotschafter

Mitarbeiter sind die wichtigsten Markenbotschafter eines Unternehmens. Sie haben tagtäglich mit Menschen Kontakt, die potentielle Kunden und Mitarbeiter sind oder die selbst wiederum das Unternehmen und deren Lösungen weiterempfehlen können. Es handelt sich hier um einen Netzwerkeffekt, der nicht zu unterschätzen ist. „Ein Freund hat gesagt …“

Empfehlung ist eines der wirksamsten Marketingtools, einerseits im Verkauf aber auch im Recruiting und Employer Branding. Ein wichtiger Grund ist, weil die Empfehlung durch einen Bekannten sehr glaubwürdig wirkt und man darauf vertraut.

Definition „Corporate Influencing“

Corporate Influencing ist, wenn Mitarbeiter über ihre Social Media Netzwerke das Unternehmen präsentieren und empfehlen. Mitarbeiter werden zu Mulitplikatoren.

Es setzt genau auf die oben beschriebenen Effekte auf: Netzwerk, Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Dazu kommt noch der Algorithmus, nicht zu unterschätzen. Umso öfter ein Unternehmen in einem Post vorkommt, umso höher sind das Ranking sowie die Sichtbarkeit der Unternehmensposts in Sozialen Medien.

Erfolgsfaktoren beim „Corporate Influencing“

Viele Unternehmen (oder besser gesagt die meisten) überlassen Corporate Influencing noch dem Zufall.

Einzig auf C-Level wird Corporate Influencing sehr oft und professionell betrieben, zum Beispiel Tina Müller, CEO von Douglas, hat auf Linkedin über 100.000 Follower. Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone, hat 36.000 Kontakte. So sind die Vorstände für die breite Masse sichtbar und greifbar, geben oft auch Einblicke in Persönliches und Privates. Das bringt Sympathie und transportiert auch Markenwerte. Im Falle von C-Level ist eine durchdachte Content-Strategie sowie ein Monitoring von Kommentaren und Repostings höchst empfehlenswert, um beispielsweise Shitstorms zu vermeiden (Bsp. Bundesministerin Schramböck und ihr Kaufhaus Österreich).

Für Mitarbeiter erfordert es nun keinen Stab, der Unterstützung bietet. Aber folgendes soll unbedingt beachtet werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

  • Nicht den Zufall überlassen: Identifikation der Mitarbeiter, die schon freiwillig Corporate Influencing betreiben und bündeln.
  • Von den Mitarbeitern muss es freiwillig sein.
  • Es muss authentisch wirken, das heißt, es muss auch vom Mitarbeiter selbst kommen.
  • Mitarbeiter Unterstützung anbieten, zum Beispiel Vorschläge für Content zur Verfügung stellen, Unterstützung bei der Erstellung von Grafiken, Zugang zu Stockphotos …
  • Und eine sehr wirksame Maßnahme ist eine interne Austauschplattform bieten, wo sich Mitarbeiter austauschen können und voneinander lernen können.

Fazit

Corporate Influencing ist eine extrem mächtige und wirksame Kommunikationsmethode. Denken Sie einfach mal daran, wenn 10 Mitarbeiter mit durchschnittlich 1.000 Kontakten ein Job Posting teilen, welche Wirkung das haben kann. Und welche Kosten damit am Ende verbunden sind?

Kauft man sich einen Klick auf Linkedin, kann das schon einige Euros kosten.

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